Leidenschaft

KI und Technologie

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Es fing mit Leuchtdioden an.

Mein Onkel weckte in mir als Kind die Faszination für Elektronik. Ich bastelte, lötete, experimentierte – ein Junge, der in Schaltskizzen las wie andere in Büchern. Was damals ein Spielzeug war, wurde zur Lebenseinstellung.

1990, mit 15 Jahren, bekam ich meinen ersten Computer: einen PC 1715 aus DDR-Produktion, mit 9-Nadeldrucker und einem simplen 8-Bit-Betriebssystem. Für viele war das eine graue Kiste. Für mich war es ein Tor in eine andere Welt. Ich lernte BASIC, dann Turbo Pascal. Ich programmierte nicht weil ich musste – sondern weil ich nicht aufhören konnte.

Was folgte, war eine lückenlose Reise durch die Geschichte der Computertechnik. Jede neue Generation von Hardware, jede neue Version von Software – ich war dabei. Nicht als Konsument, sondern als jemand der verstehen wollte wie es funktioniert. Windows, Linux, Netzwerke, Server – alles selbst beigebracht, alles selbst erlebt. Als ich später die Ausbildung zum Fachinformatiker machte, war das weniger Lernen als Bestätigen. Ich wusste es ja längst.

Ab 2002 wurde die Leidenschaft zum Beruf. Ich baute ein Unternehmen auf, das Webhosting anbot, Domains vermietete, Webseiten designte und programmierte. Eine Zeit, in der das Web noch jung war und man die Dinge von Grund auf verstehen musste – kein Baukastensystem, kein Drag-and-Drop. Echter Code, echte Arbeit.

Parallel dazu die Ausbildung zum BSMR-Mechaniker – Elektronik und Mechanik, vereint in einem Beruf. Ich machte mein Hobby zum Beruf. Zweimal.

Und dann kam die KI.

Für viele Menschen ist KI ein Bruch – etwas Neues, Unbekanntes, manchmal Beängstigendes. Für mich war es die logische Fortsetzung einer Reise, die mit Leuchtdioden begann. Ein weiteres Kapitel in einer Geschichte, die ich von Anfang an mitgeschrieben habe. Die KI hat meinen ohnehin vorhandenen Hunger nach Technologie nicht geweckt – sie hat ihn neu entfacht.

Ich nutze KI täglich. Ich baue damit. Ich denke damit. Ich hinterfrage sie auch. Denn wer Technologie wirklich versteht, weiß: Das Werkzeug ist nur so gut wie der Mensch, der es in der Hand hält.

Ich halte es fest. Seit über 35 Jahren.